EATEN UN DRINKEN

 

ESSEN UND TRINKEN IM SAUERLAND DES KARL VOM EBBE

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GETREIDEGERICHTE, KUCHEN

 

Vom besten Getreide trocknete man eine hinreichende Menge im Backofen und mahlte daraus Breimehl für die Zubereitung von Suppen und Waffeln. Auf dem Lande buken früher alle Haushalte, die Korn säten, im Allgemeinen ihr Brot auch selbst. Das auf dem Lande gebackene Brot basierte ursprünglich auf Roggen und hatte eine dunkle bis schwarze Farbe. Man nannte es zwar „Schwarzbrot“, bezeichnete damit aber eine Art Roggen-Feinbrot. Es ist nicht zu verwechseln mit dem heutigen Schwarzbrot, dem Pumpernickel, welches im Sauerland ursprünglich nicht weit verbreitet war. Als Grundlage für den Brotteig aus Mehl, Wasser und Salz verwendete man Sauerteig. Die besondere Bezeichnung „Schwarzbrot“ wurde erst mit dem Aufkommen hellerer Sorten (Graubrot) üblich, die es im Sauerland schon früh gab. Dieses so genannte „Mengbrot“ wird aus einem Gemisch aus Weizen und Roggen hergestellt. In allen Haushalten wurde einfaches Roggenbrot, selten Mischbrot aus Roggen und Weizen gebacken. Helles Brot aus gebeuteltem Roggenmehl oder Weizenmehl, womöglich noch verfeinert durch Fett, Zucker, Korinthen oder Rosinen, galt bis zum 1. Weltkrieg als das Festgebäck, da die Zutaten Kostbarkeiten darstellten.

Wurde im Frühjahr das Brotgetreide knapp, mischte man unter das Roggenmehl in der Hülse gemahlene Wicken. Dadurch bekam das Brot eine auffallend dunkle Farbe.

Wie sehr das Brot geachtet wurde, sieht man daran, dass beim Anschneiden des frischen Laibes nie vergessen wurde, mit dem Messer auf der Unterseite das Kreuzzeichen zu machen.

„Krautbütters“ waren Brotschnitten, die mit Rübenkraut bestrichen waren, aber ohne Butter. Ebenso kannte man gekochte, zerdrückte Kartoffeln als Brotaufstrich, Schmalz mit Salz oder auch Pflaumenmus. Wurst und Schnittkäse gab es im Allgemeinen nicht.

Im Winter war an manchen Orten eine Hafermehlsuppe zum Frühstück üblich. Dazu wurde gedorrter Hafer fein gemahlen und mit Magermilch gekocht. In die Hafermehlsuppe brockte man Brot. Im Sommer gab es Frühstücksbrote mit dem üblichen Aufstrich.

Kuchen war zum Nachmittagskaffee – selbst sonntags – nicht immer üblich, auch wenn sich der Sonntag in der Kleidung und beim Essen deutlich von einem Wochentag abhob. Es galt der Spruch aus dem östlichen Sauerland: „Christtag bäcket jäidermann, Äustern bäi iawen kann, un Pinksten bläus dai reyke Mann“. Statt Kuchen aß man wie üblich Brot mit Rübenkraut oder Apfelschmalz.

Umso mehr freuten sich vor allem die Kinder über die Extras zu den Festen: Die „Röllekes“ – die Eiserwaffel-Röllchen – zum Neujahrsfest, der Johrkauken oder Honigkuchen zur Weihnachts- und Neujahrszeit, und zu Ostern und Familienfesten ein Plattenkuchen oder Streuselkuchen, im Spätsommer auch Apfel- und Pflaumenkuchen.

> Wofern, Wofelen

> Äppelpannkauken

> Eiserkauken

> Johrkauken

> Hawermehlskauken

> Linewewer

> Brout met Greb’nschmolt

> Schwatbrout

>Krautbütters


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> Waffeln

> Apfelpfannkuchen

> Eiserkuchen  

> Honigkuchen

> Hafelmehlkuchen

> Leineweber

> Griebenschmalzbrot

> Schwarzbrot

> (Schwarz)Brot mit Rübenkraut



> Suppen

> Gemüsegerichte

> Fleischgerichte

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> Obst

> Milch, Eier, Fett

> Fischgerichte

> Trinken

 

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