Das Karl-vom-Ebbe Buch

DAT KAAL-VAM-EBBE-BAUK 

 

Die über mehrere Jahrzehnte von Fritz Sträter erdachten, in Verse gefassten und niedergeschriebenen Äußerungen des Karl vom Ebbe (Kaal vam Ebbe) – oft auf dem Meinerzhagener Schützenfest, aber auch zu anderen Anlässen vorgetragen – sind in dem Karl-vom-Ebbe-Buch zusammengetragen. 

Es trägt den Titel

„Karl vom Ebbe (Kaal vam Ebbe) –
Heiteres und Nachdenkliches über große & vor allem kleine Begebenheiten in & um Meinerzhagen –
op Platt verfasst von Fritz Sträter“

und ist herausgegeben von Detlev Sträter, Dagmar Sträter-Müller und Uwe Sträter. Es ist im Dezember 2007 in Meinerzhagen im Selbstverlag erschienen (ISBN  978-3-00-022800-1) und kostet 10 Euro (zzgl. Versandkosten). Erhältlich ist es im lokalen Buchhandel und über diese Webseite.

Das Buch enthält die gesamten Karl-vom-Ebbe- und sonstigen Beiträge, die sein Autor Fritz Sträter öffentlich auf Platt gehalten hat. Der Anhang umfasst einen Farbfototeil, ein Wörter-, Personen- und Ortsregister, Hinweise auf Veröffentlichungen über Karl-vom-Ebbe und auf weiterführende Literatur zum Verständnis des westfälisch- resp. sauerländisch-märkischen Platt. Es enthält als Supplement eine DVD, auf der die noch erhaltenen Ton- bzw. Filmaufzeichnungen einiger Karl-vom-Ebbe-Auftritte vereint sind.

Die Betrachtungen des Karl vom Ebbe stellen eine kleine Chronik großer und kleiner Gegebenheiten – heitere, aber auch durchaus ernstere – aus den letzten fünfzig Jahren Meinerzhagens dar. Wer sich erinnern mag, kann beim Nachlesen eine ganze Reihe von Anregungen für seine Erinnerungsarbeit finden an Gegebenheiten und Ereignissen, die sonst der Vergessenheit anheim zu fallen drohen.

Für die Veröffentlichung wurde die plattdeutschen Reime in der Schreibweise des Autors beibehalten und nur an einigen Stellen vereinheitlicht. Dies mag von sprachwissenschaftlichen Standards abweichen, ist aber doch auch für jene, die kein Platt sprechen, gut lesbar. Für jene Leserinnen und Leser, die des märkischen Platt unkundig oder ungeübt sind, wurden die Reime aus dem Plattdeutschen ins Hochdeutsche übertragen. Weiteres Bildmaterial, knappe Erläuterungen und Kommentare zu den geschilderten Ereignissen erhellen deren Hintergründe und machen sie über ihre Tagesaktualität hinaus einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Die Beiträge wurden ergänzt mit Abbildungen jener Örtlichkeiten, wie sie sich präsentierten, als Karl vom Ebbe sie in seinen Beiträgen erwähnte, und mit Kurzbeschreibungen genannter Personen, die vor allem die jüngeren Leserinnen und Leser nicht mehr kennen können.

Warum werden im Jahre 2007 alte Texte aus den 1960er bis 1990er Jahren publiziert? Wir halten die Beiträge des Karl vom Ebbe für Zeitdokumente. Es sind launige, humorvolle und auch kritische Kommentierungen zu Ereignissen der jüngeren Meinerzhagener Geschichte, insofern auch Teil der Lokal- und Regionalgeschichte – aus einer eigenen, einer sehr persönlichen, einer subjektiven Warte. Zugleich können sie auch Erinnerungen wach rufen bei denjenigen, die dabei gewesen sind – unmittelbar als Augen- und Ohrenzeuge des Karl vom Ebbe oder als jemand, der diese Zeit in Meinerzhagen und anderswo miterlebt hat.

Die in Buchform zusammengestellten Beiträge, die über einen Zeitraum von über 35 Jahren entstanden sind, erhalten ihren besonderen Reiz in der Zusammenschau und dem Erkennen, was „Karl vom Ebbe“ umgetrieben hat und welche Motive den Autor Fritz Sträter bewogen haben mögen, jene Zeilen Karl vom Ebbe in den Mund zu legen.

 

↑ nach oben