EATEN UN DRINKEN

 

ESSEN UND TRINKEN IM SAUERLAND DES KARL VOM EBBE

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GEMÜSEGERICHTE

 

Gesunde Nährstoffversorgung des menschlichen Körpers stand früher nicht an erster Stelle des Speiseplans von Haushalten im Sauerland. Der richtete sich vielmehr nach den materiellen Verhältnissen. Da in vielen sauerländischen Familien das Geld knapp war, kamen vorwiegend selbst erzeugte Nahrungsmittel auf den Tisch. Es ging in erster Linie darum, alle Mitesser am Tisch satt zu bekommen.

Die Vorratshaltung für das ganze Jahr erforderte vorausschauende Überlegungen. Dort, wo im Keller die Kartoffeln eingelagert wurden, lagen auch Knollen- und Wurzelgemüse, wie Rote Bete und Möhren, eingesandet. Wirsingkohl packte man in sog. Mieten (vor Frost sicher ausgepolsterte Frucht- und Gemüsegruben in der Erde) und den gehobelten und eingestampften Weißkohl ließ man in großen Steingefäßen zu Sauerkraut vergären. Bohnen wurden in irdenen Töpfen eingesalzen oder wie Erbsen getrocknet. In einigen Häusern trocknete man neben Erbsen und Bohnen auch Wickensamen in den Hülsen. Wicken fanden als Geflügelfutter Verwendung, aber auch als Suppenzutat und als Gemüse.

Das Mittagessen bestand häufig aus Eintopfgerichten mit den üblichen Gemüsen wie Weißkohl, Wirsing, Rotkohl, Grünkohl, Sauerkraut oder gesäuerten Stangenbohnen. Steckrüben waren ein beliebtes Gemüse vom eigenen Land, wenn auch keine Selbstverständlichkeit. War vom Mittagessen neben den Kartoffeln noch ein Rest Gemüse übrig, stand es selbstverständlich dem Vater zu. Hin und wieder reichte man eingelegte Rote Bete, Apfelkompott oder Pflaumen zu den Bratkartoffeln.

Das Gemüse für den täglichen Bedarf wuchs in der Regel in einem kleineren Garten am Haus. Neben den verschiedenen Gemüsesorten wuchsen dort auch Kopf- und Feldsalat, Frühkartoffeln und Zichorien und die nötigen Küchenkräuter. Meistens dämpfte oder kochte man die Gartenfrüchte, seltener wurden sie in roher Form gegessen, wie das beim Kappes (Weißkohl) zum Teil der Fall war. Aber auch er wurde meist entweder gedünstet oder blanchiert (und dann als „roher“ Salat zubereitet) oder aber als Sauerkraut eingesäuert und anschließend gekocht. Im Sommer gab es mittags meist frischen grünen Salat (Kopfsalat), da man ihn im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten nicht konservieren konnte. Im Herbst und bis in den Winter hinein ergänzte Feldsalat als Frischbeilage die Gemüseauswahl. Tomaten waren noch Anfang der 1930er Jahre völlig unbekannt.

> Schnibbelbouhnen met Äpel

> Suerkrut met witten Bouhnen

> Suerkrut met Äpel  

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> Grüne Bohnen mit Kartoffeln

> Sauerkraut mit weißen Böhnchen

> Sauerkraut mit Kartoffeln

> Dicke Bohnen mit Speck

> Schmorkohl


 

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